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Der heute bekannte und üblicherweise im Freizeitbereich und Leistungssport durchgeführte Kanusport hat, wie vieles Andere, seinen Ursprung im menschlichen Schaffungsgeist zur möglichst schnellen Fortbewegung, z. B. bei der Jagd und der Überwindung von Hindernissen.
Das Hindernis war hier halt das Wasser, und so schufen sich schon die Urvölker schwimmfähige Fortbewegungsmittel wie z. B. Boote , um das Hindernis zu überwinden oder um sich, meist flussabwärts, fortzubewegen.
Zwei dieser Bootsformen haben sich aus der Uranwendung in den heute durchgeführten Kanusport herübergerettet; denn gejagt wird schon länger mit Motorbooten.
Diese Urbootsformen sind der Canadier (oder Kanadier) und der Kayak.
Der Canadier ist ein im Ursprung offenes Boot der nordamerikanischen Indianer, gefertigt aus Zweigen und Rinde. Es diente hauptsächlich zum Befahren der Seen und leichteren (Wild)Flüsse und konnte auf Grund seiner Größe auch für schwerere Lasten verwendet werden. Der Canadier wird kniend bzw. halb sitzend gefahren, wobei ein einseitig einzusetzendes, Stechpaddel zum Vortrieb des Bootes verwendet wird. Optimal fährt man einen Canadier mit 2 Personen, da diese dann auf je einer Seite das Stechpaddel führen
Der Kayak ist das im Ursprung, bis auf die Sitzlukenöffnung, geschlossene Jagd-Boot der Eskimos, gefertigt aus Tierknochen und Fellen. Die Luke wurde durch eine zusätzliche Schürze verschlossen, um bei einer Kenterung ein Volllaufen des Bootes zu verhindern. Durch eine geschickte Aufwärtsdrehung waren die Eskimos in der Lage, das gekenterte Boot aufzurichten (Eskimorolle) und nahezu trocken weiter zu paddeln. Der Kayak wird sitzend gefahren, wobei ein Doppelpaddel abwechselnd durch Vorbeiziehen an der rechten bzw. linken Bootsseite zum Vortrieb des Bootes verwendet wird. Das Kayak ist normalerweise einsitzig, Doppel- und Mehrsitzer gibt es hier aber auch.
Das Kanu ist in der deutschen Sprache der Oberbegriff der beschriebenen Bootsarten - daher auch Kanusport. Allen Kanus eigen ist der Umstand, dass im Gegensatz zum Rudern der Kanute in Fahrtrichtung sitzt und das Paddel frei in der Hand, ohne festen Drehpunkt am Boot (Dollen o. Ä.) benutzt. Werkstoffe der heutigen Kanus sind Kunststoffverbindungen, wie GFK oder Thermoplaste (HTP), und gummiertes Segeltuch bei faltbaren Booten.
Im Kanusport haben die beschriebenen Bootsformen eine vielfältige Anwendung in unterschiedlichen Disziplinen gefunden. Einen Teil dieser Kanusportdisziplinen üben wir in unserem Verein aus.
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